Der Einfluss anthropogener Substanzen auf die Keimzellenmutationsrate   

Markus Pfenninger

ZUSAMMENFASSUNG

Mutagenitätstest werden derzeit mit einzelligen Eukaryoten und Prokaryoten (z.B. ISO 13829 (2000); ISO 16420 (2005) durchgeführt oder Rückschlüsse von phenotypischen Effekten auf die Mutagenität von Inhaltsstoffen gezogen. Da sich die Mutations- und Reparaturmechanismen von mehrzelligen Eurkaryoten (unsere Spezies eingeschlossen) sehr unterscheiden, bleibt die Gültigkeit eines schlichten Transfers der Ergebnisse solcher Tests zweifelhaft und ungeprüft. Die Entwicklung einer neuen Methode erlaubt nun die Bestimmung von Mutationsraten mit vertretbarem Aufwand. Ein genomweites Screening auf Basensubstitutionen, Deletionen und Insertionen, sowie Chromosomabberationen versprechen eine deutlich höhere Sensitivität als derzeitige Mutagenitätstests. Es ist unser Ziel, neue Paradigmen in der ökotoxikologischen Einschätzung von
anthropogenen Substanzen im internationalen Rahmen (z.B. ISO) zu etablieren. Um dies zu erreichen, werden wir mit Genomen von ökotoxikologischen Modellarten wie Chironomus riparius, Folsomia candida, Eisenia andrei und Daphnia galeata arbeiten.

TBG GENOMIC STATS:

De novo genomes 2
Re- sequenced genomes several hundred (to 20X)
Total genomes: many
Total data: several dozen Tera bases

 SPECIES INVOLVED:

SPECIES: Date (due) NCBI Coverage Quality (planned)  
Harlequin fly (Chironomus riparius) 01.01.2018 Yes >100x  
Waterflea (Daphnia galeata) 01.08.2018 No (~130x)  
Earthworm (Eisenia andrei) 01.01.2019 No (~100x)